Sehenswürdigkeiten in Budapest
Das Parlament
Nach langer Diskussion begannen die Bauarbeiten am Parlamentsgebäude im Jahr 1885 nach den Plänen von Imre Steindl. Das 1904 angefertigte Gebäude ist eins der prächtigsten Parlamentsgebäude von Europa, das den Geschmack des Designers und das Bedürfnis der Nation nach Repräsentation widerspiegelt. Außerdem ist es eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Der neogotische Palast ist 268 m lang und seine Kuppel ist 96 m hoch. Die Außenwände sind mit den Statuen von ungarischen Königen und Militärführern dekoriert.
St.-Stephans-Basilika
Die Basilika in Budapest – der offizielle Name lautet St.-Stephans-Basilika (ungarisch: Szent István-bazilika) – wurde nach dem ersten christlichen ungarischen König István benannt
(975-1038). Die Kirche befindet sich im Zentrum von Budapest und ist eine der bekanntesten Attraktionen der Hauptstadt. Die Basilika ist das bedeutendste Kirchengebäude in Ungarn und ist auch das dritthöchste Gebäude des Landes. Sie ist genauso hoch wie das Ungarische Parlament in Budapest, womit symbolisiert wird, dass in Ungarn der Religion und der Politik dieselbe Bedeutung beigemessen wird. Die Topliste der höchsten Gebäude Ungarns wird vorerst nicht länger, da eine Verordnung erlassen wurde, dass kein Gebäude höher als 96 m – die Höhe der Basilika – gebaut werden dürfen. Der Bau der Basilika dauerte 54 Jahre und wurde 1905 nach den Plänen von Miklós Ybl, der auch das Budapester Operhaus gebaut hat, von József Kauser zu Ende geführt. Der Grund für die lange Bauzeit war, dass es Komplikationen wegen des Einsturzes der zwei Glockentürme gab. Im südlichen Turm befindet sich die größte Glocke
Ungarns, die fast acht Tonnen wiegt. Die Besucher können die Kuppel mit einem Lift erreichen oder 364 Treppenstufen erklimmen, um den höchsten Punkt zu erreichen. Von dort bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf Budapest. Heute ist die Basilika Teil jeder Stadtrundfahrt und Sie können sie fast nicht verpassen, es lohnt sich jedoch auch das Interieur der Kirche anzusehen und vielleicht eins der Konzerte anzuhören.
Der Burgpalast
Der Burgpalast war die Residenz der ungarischen Könige. Die im dreizehnten Jahrhundert, nach der mongolischen Invasion gebaute Befestigung und der Palast wurden vernichtet und mehrmals neu gebaut, was die Geschichte des Landes selbst symbolisiert. Die auf mittelalterlichen Grundmauern gebaute Renaissance-Struktur wurde von den Türken zerstört. Der spätere Barock-Palast wurde niedergebrannt und die rekonstruierten Gebäude wurden während des Unabhängigkeitskrieges (1848) beschädigt. Im späten neunzehnten Jahrhundert hat Miklós Ybl die Rekonstruktion und Erweiterung des Palastes überwacht. Die Rekonstruktion des Gebäudes wurde im Neobarock -Stil von Alajos Hauszman zu Ende geführt.
Die Matthiaskirche
Die Matthiaskirche war die Krönungskirche der ungarischen Könige seit König Matthias. Die Aufzeichnungen aus dem Jahre 1247 erwähnen diese Kirche als die Hauptkirche des Burgpalastes. Das französische gotische Originalgebäude wurde kontinuierlich erweitert und während der Jahrzehnte neu gebaut. Im Jahre 1526, als die Türken Buda eroberten, wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt. Nach der Befreiung der Stadt (1686) wurde die Kirche den Franziskanern und im Anschluss daran den Jesuiten übergeben. Zwischen 1874 und 1896 wurden an der Matthiaskirche Umbauten nach Plänen von Frigyes Schulek vorgenommen. Schulek hat der Kirche ihre neogotische Form verliehen.
Die Fischerbastei
Der Abschnitt der Stadtmauer hinter der Matthiaskirche war Teil des Umbaus des Burgberges im späten neunzehnten Jahrhundert. Zwischen 1901 und 1905 wurden die existierenden Teile der Festung durch neoromanische Korridore, Terrassen und Türme nach den Plänen von Frigyes Schulek verbunden. Die Fischerbastei, von wo aus das wunderschöne Panorama von Pest zu sehen ist, wurde eins der Wahrzeichen der Stadt.
Die Kettenbrücke
Im Jahre 1832 initiierte Graf István Széchenyi, „der Größte Ungar” die Konstruktion der Brücke. Während er in England auf Reise war, hat er William Thierney Clark persönlich kennen gelernt. Er wurde mit dem Entwurf der Kettenbrücke und sein Namensvetter Adam Clark wurde mit der Bauleitung beauftragt. Die Brücke wurde 1849 fertig gestellt. Die abziehende deutsche Armee hat im Januar 1945 die Kettenbrücke gesprengt. Dieser wichtige Teil der Budapester Stadtlandschaft wurde am 100. Jahrestag der ersten Brückeneinweihung rekonstruiert.
Der
Freizeitsplatz (Szabadság tér) im V. Bezirk
An der Stelle des Freizeitsplatzes befand sich früher eine alte Kaserne. In den Jahren 1848 und 1849 wurden hier zahlreiche Freiheitskämpfer hingerichtet. Die Kaserne wurde erst kurz vor der
Wende zum zwanzigsten Jahrhundert abgerissen. Die Einwohner von Budapest sind jedoch viel mehr von den wunderschönen Gebäuden fasziniert, die den Platz umgeben. Unmittelbar hinter dem sowjetischen Kriegsdenkmal steht das prachtvolle amerikanische Botschaftsgebäude, das 1900 fertig gestellt wurde und wo seit dem Jahr 1935 US-Diplomaten wohnen. Das Gebäude wurde nach den Plänen von Aladár Kálmán und Gyula Ullman gebaut und war zuerst das Zuhause der Nationalbank, danach beheimatete es dieUngarische Börsenhalle. Während des zweiten Weltkrieges wehte die Schweizer Fahne auf dem im Wiener Stil gebauten Gebäude und den Gerüchten nach wurden in den unteren Stockwerken jüdische Flüchtlinge versteckt.
Ungarische Nationalbank (Magyar Nemzeti Bank)
Zwei Gebäude auf dem Freiheitsplatz wurden vom berühmten ungarischen Architekten, Ignác Alpár entworfen. Die beiden riesigen Gebäude, die einander direkt gegenüber stehen, wurden 1905 fertig gebaut. Gewöhnlich wird das im spätklassizistischen Stil gebaute, an der östlichen Seite des Freiheitsplatz stehende Gebäude der Nationalbank mehr geschätzt. Relief an der Nationalbank; in der Höhe des ersten Stocks weist der Bau Kalksteinreliefs vom Bildhauer Károly Sennyei auf, die verschiedene Aspekte von Geld, Handel und Gewerbe des frühen zwanzigsten Jahrhunderts darstellen.
Die größte Synagoge Europas
Sie wurde von 1854 bis 1859 von der neugegründeten jüdischen Gesellschaft in Pest nach den Zeichnungen des Architekten Ludwig Förster erbaut. Die monumentale Synagoge ist mit ihren 2964 Sitzplätzen (1492 für Männer und 1472 in der Galerie für Frauen) Europas größte Synagoge und, nach der Belz-Synagoge in Jerusalem, der Breslov-Uman-Synagoge[4] in Uman, Ukraine, der Temple Emanu-el und der Yetev Lev D’Satmar in New York City, eine der größten Synagogen der Welt. Die Große Synagoge wurde am 6. September 1859 eingeweiht.
Die Zitadelle
Die Budapester Zitadelle steht stolz auf dem Gipfel des Gellértbergs (Gellért-hegy) und überblickt die Stadt und die Donau, die sich mehr als 200 m unter ihr befindet. Sie wurde in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gebaut und wurde als Aussichtspunkt und Festung gebraucht.










